queerfilmfestival 2021

Genderation

ein Film von Monika Treut

DE 2021, 88 Minuten, OmU, FSK 0

Ab 21. Oktober im Kino

Genderation

ein Film von Monika Treut

„Gendernauts“ revisited

Über zwei Jahrzehnte nach „Gendernauts“ (1999) kehrt Monika Treut nach Kalifornien zurück, um die Protagonist*innen ihres bahnbrechenden queeren Filmklassikers wiederzutreffen. Sandy Stone, Susan Stryker, Stafford und Max Wolf Valerio waren einst die jungen Pionier*innen der Transbewegung und lebten fast alle in der damaligen Außenseitermetropole San Francisco. Heute sind sie zwischen 58 und 84 Jahre alt, und kaum eine*r kann es sich noch leisten, in der Stadt zu wohnen. Doch die Energie der Gendernauten und ihrer Unterstützer*innen Annie Sprinkle und Beth Stephens ist ungebrochen.

Wie hat sich ihr Leben verändert? Wie gehen sie als Bürgerrechts-Aktivist*innen mit der rechtskonservativen Politik um, die die lange erkämpften Rechte der Minderheiten bedroht? „Genderation“ wirft einen utopischen Blick zurück und zeigt den kreativen Widerstand der Gendernauten gegen die bedrohlichen Lebensbedingungen in den US of A.

Trailer

Galerie

Zoom-Talk

Langinhalt

Als Monika Treut Ende der 90er Jahre nach Kalifornien reiste, um einen Film über das Phänomen der Transgeschlechtlichkeit zu drehen, war San Francisco das Zentrum der Transszene. Ihr Dokumentarfilm „Gendernauts“ (1999) setzte den faszinierenden Künstler*innen, denen sie auf ihre Reise durch das Land der Neuen Geschlechter begegnet ist, ein filmisches Denkmal. Treut porträtierte „Gender-Mixer“ und sexuelle Cyborgs, die ihre Körper mit Hilfe neuer Technologien und Biochemie verändern und damit die Identität von „männlich“ und „weiblich“ in Frage stellen. Wie die Kosmonauten durch das Weltall und die Cybernauten durch die Netzkultur, so reisen die Gendernauten durch die vielfältigen Welten der Sexualität. Auf die Frage: „Sind Sie ein Mann oder eine Frau?“ antworteten die Gendernauten schon damals mit „Ja“.

Gut 20 Jahre später kehrt Treut nach Kalifornien zurück, um die Protagonist*innen ihres bahnbrechenden und vielfach ausgezeichneten Filmklassikers wiederzutreffen. Damals waren Sandy Stone, Susan Stryker, Stafford und Max Wolf Valerio die jungen Pionier*innen der Transbewegung und lebten fast alle in San Francisco – jener Stadt, die einst Mekka der Außenseiter*innen war und selbst zur sexuellen Avantgarde gehörte. Heute sind sie zwischen 58 und 84 Jahre alt. San Francisco ist mittlerweile zur Schlafstadt der gutverdienenden Angestellten der HighTech-Firmen in Silicon Valley mutiert. Die alternative Bewegung zog in die preiswertere East Bay, in die Wüsten im Süden, in die nördlichen Provinzen Kaliforniens oder, wie Max, nach Colorado. Doch die Energie der Gendernauten und ihrer Unterstützer*innen wie der Sexaktivistinnen und Performancekünstlerinnen Annie Sprinkle und Beth Stephens, ist ungebrochen.

Wie hat sich ihr Leben verändert? Wie gehen sie als Bürgerrechts-Aktivist*innen mit der rechtskonservativen Politik um, die die lange erkämpften Rechte der Minderheiten bedroht? „Genderation“ wirft einen utopischen Blick zurück und zeigt den kreativen Widerstand der Gendernauten gegen die bedrohlichen Lebensbedingungen in den US of A.

Director's Statement
Monika Treut über ihren Film

Als ich in den 1960er Jahren in einer katholischen Provinzstadt in Westdeutschland aufwuchs, einer Hochburg der CDU, gab es noch keine Ahnung von dem, was Transgender bedeutet. Schon als Kind fühlte ich mich nicht wohl in meinem biologischen und sozialen Geschlecht und opponierte dagegen. Meine Eltern waren glücklicherweise aufgeschlossen und ließen mich meistens Jungenskleidung tragen. Sie hatten auch nichts dagegen, dass ich meine Haare kurz schneiden ließ und dass ich lieber Fußball spielte, als mich mit Puppen zu befassen. Bis zum Alter von 13 Jahren wurde ich oft für einen Jungen gehalten.

Mit dem Einsetzen der Pubertät wurde mir mein Körper total fremd. Für Teenager in den 1960er und 70er Jahren war ein „Sexchange“ noch undenkbar, eine Fantasie, die nichts mit unserer Realität zu tun hatte. Irgendwie musste ich mit meinem sich weiblich verändernden Körper zurechtkommen, und so habe ich allmählich die Kurve zu einer gewissen Weiblichkeit gekriegt und meine „Gender-Dysphorie“ mehr oder weniger ausbalancieren können.

Als ich Ende der 1980er Jahre in New York einige Pionier*innen der Transbewegung kennenlernte, war ich eine Zeitlang von der Möglichkeit fasziniert, selber eine Transition zu beginnen. Aber meine Angst vor chemischen Veränderungen und vor Krankenhäusern war zu groß, um mich auf den damals noch sehr komplizierten Weg zur Männlichkeit zu begeben. Stattdessen habe ich versucht, die männlichen und weiblichen Anteile in mir zu versöhnen und den gesellschaftlichen Spielraum zwischen dem, was weibliches und männliches Verhalten und Auftreten ist, immer wieder auszuloten und zu beobachten. Spielerisches „crossdressing“ und mein Verständnis für Transmenschen ergaben sich aus dieser Unangepasstheit.

Seitdem ich Filme mache, beschäftige ich mich mit dem Thema Gender und Trans. Einer meiner ersten Kurzfilme hatte den Titel „Unknown Gender“ (1983). In meinem Spielfilm „My Father Is Coming“, gedreht 1990 in New York, ist einer der Charaktere ein Transmann. 1991 entstand, ebenfalls in New York, ein dokumentarisches Portrait von Max Wolf Valerio, der sich damals noch am Anfang seines Veränderungsprozesses befand: „Max“ (1992). Max war es auch, der mich Mitte der 1990er Jahre mit einer Gruppe von Transmenschen in San Francisco bekannt machte. Das bis dahin noch neue Phänomen der Transmänner stieß auf einen vulgären Voyeurismus. Sie wurden in Talkshows vorgeführt. Die Transmenschen wollten nicht länger als Freaks dargestellt werden und sie inspirierten mich, einen respektvollen Film über ihr Leben in San Francisco zu gestalten. 1998 konnten wir – nach den üblichen Finanzierungsschwierigkeiten – dann endlich „Gendernauts“ drehen.

Zu dieser Zeit gab es eine höchst lebendige Szene in San Francisco, in der sich die Menschen im vielfältigen Spektrum zwischen den Polen des Männlichen und Weiblichen bewegten. Es wurde experimentiert und ausprobiert. Es war die Zeit der fließenden Geschlechtergrenzen. San Francisco war das Zentrum der freundlichen Gender-Mixer. Es war, als wäre die Hippie-Zeit wieder auferstanden, nur statt mit halluzinogenen Drogen wurde vor allem mit dem Sexualhormon Testosteron experimentiert. Die Stadt erschien mir wie ein großes Testlabor der Geschlechter. Wenn ich einer neuen Person begegnete, wusste ich oft nicht, auf welchem Weg er/sie war: vom biologisch Weiblichen hin zum Männlichen oder umgekehrt oder war er/sie ganz einfach dazwischen und wusste selber noch nicht, wie er/sie sich definieren sollte?

Rückblickend erscheint es mir wie eine Zeit der Unschuld. Es war auch eine Zeit der Utopien: das World Wide Web war die Verheißung von Kreativität und Kommunikation und noch nicht die gefräßige Datenkrake, die wir heute kennen. Die Lebensbedingungen in der Stadt waren relativ einfach: die Mieten erschwinglich, es gab preiswerte Lofts für Künstler*innen, Bars und Clubs, viele öffentliche Orte, wo entspannte Menschen mit Musik, Performance, Video und den Anfängen des Internets improvisierten. Und es gab eine Solidarität im Schmelztiegel der „Queers“, wie sich nun die Szene nannte, die keine sexuelle und geschlechtliche Identität ausgrenzte.

Mittlerweile ist San Francisco die Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten in den USA. In Silicon Valley arbeiten heute fast eine Million gut bezahlte zugereiste Spezialist*innen für IT- und Hightech-Firmen wie Google, Facebook, Apple, Yahoo, Microsoft und Ebay. Die „Tekkies“ stürzten sich auf den Immobilienmarkt der Stadt, um Häuser und Apartments zu kaufen. Nicht nur, aber vor allem deswegen sind die Immobilien- und Mietpreise und die Lebenshaltungskosten in den letzten 10 Jahren rasant gestiegen. Die Gentrifizierung der Stadt ist in vollem Gange. Viele alte viktorianische Häuser werden abgerissen und machen Platz für gigantische Wohn- und Bürokomplexe.

Dieser Prozess hat die Queer- und Transszene verändert. Da sich die meisten nicht mehr leisten können, in der Stadt zu leben, gibt es nur noch wenige gemeinsame öffentliche Treffpunkte. Die Kommunikation findet vorwiegend über soziale Netzwerke und bei einigen speziellen Events statt. Die Szene ist zersplittert in viele Untergruppen, die sich voneinander abgrenzen. Doch es gibt auch immer wieder solidarische Aktionen und Zeichen von Hoffnung. Z.B. haben viele Queers gegen den „Muslim-Ban“ der Trump-Regierung protestiert. Sie waren vor Ort am Flughafen und haben demonstriert, als Menschen aus den sogenannten „terroristischen Ländern“ an der Einreise in die USA gehindert wurden.

Bei vielen Vorführungen von „Gendernauts“, bei denen ich dabei sein konnte, kam immer wieder die gleiche Frage aus dem Publikum: Wie geht es den Protagonistinnen von damals? Was machen sie heute? Wie hat sich ihre Situation verändert? Es ist Zeit, einen historischen Blick auf die Trans- und Intersex-Bewegung und ihre Pionier*innen zu werfen.

Interview
Vier Fragen an Monika Treut

Hast Du über die Jahre kontinuierlich Kontakt mit den Gendernauten gehalten?

Ende der 1990er und in den 2000er Jahren nahm ich jede Gelegenheit wahr, nach San Francisco zu reisen. In der Zeit habe ich viel an Colleges und Universitäten unterrichtet, auch am Art Institute in San Francisco, und so konnte ich auch meine Freund*innen dort häufig besuchen. San Francisco war so etwas wie eine zweite Heimat geworden. Sie nannten mich „the migrant bird“, weil ich gerne dort im Herbst aufgeschlagen habe.

Nicht alle Gendernauten von damals sind in Deinem neuen Film dabei. Wie geht es Texas Tomboy, Jordy Jones und Tornado – der „Genderation“ ja gewidmet ist?

Ja, „Genderation“ ist dem Andenken an Tornado (Cindy Lee Samantha Terhune, 1956–2018) gewidmet. Tornado war in den 1980er Jahren die „Nachclub-Königin“ von San Francisco. Ich lernte sie kennen als selbsternannte Mutter von Texas Tomboy und ehemalige Geliebte von Stafford. Eine sehr liebenswerte, warme Person, die ich gleich ins Herz schloss. Wir trafen uns immer, wenn ich in San Francisco war. Die Nachricht von ihrem Krebstod machte mich sehr traurig.

Ich hatte ursprünglich den Plan, alle Protagonist*innen aus „Gendernauts“ in den Folgefilm zu integrieren. Aber die Dinge des Lebens haben dazu geführt, dass neben Tornado auch Jordy Jones und Texas nicht mit dabei sein konnten. Jordy hatte in der Zwischenzeit seinen Doktor in Kunstwissenschaften gemacht und an verschiedenen kalifornischen Unis als Lehrbeauftragter gearbeitet. Auf einem S/M-Wochenende hatte er seinen jetzigen Ehemann, Marty, kennengelernt. Sie zogen aufs Land, nach Laytonville, Mendocino County, wo Marty eine kleine Marihuana-Farm betrieb. Jordy träumte lange davon, nach Hawaii umzuziehen – ein Plan, den er schließlich 2019 mit Marty umsetzte. Unser Budget und unser begrenzter Zeitrahmen haben es leider schlicht nicht hergegeben, dass wir auch noch ein bis zwei Wochen nach Hawaii fliegen konnten. Mit Jordy bin ich nach wie vor freundschaftlich verbunden und wir sind über die sozialen Netzwerke in ständigem Kontakt. Ich werde Jordy und Marty hoffentlich bald privat auf Hawaii besuchen können.

Mit Texas Tomboy hat es eine andere, sehr traurige Bewandtnis: Auch mit ihm war ich in Kontakt, er besuchte mich sogar in Hamburg. Nach unserer intensiven Erfahrung mit „Gendernauts“ war ich zu seiner Vertrauten geworden, und Texas fragte mich, wohin er denn auswandern könnte, er wolle eine Zeit außerhalb der Vereinigten Staaten leben. Da er ein großer Naturfreund war und außer seiner Muttersprache keine anderen Sprachen beherrschte, schlug ich ihm vor, nach Neuseeland zu gehen. Dort fühlte er sich zunächst sehr wohl. Bis zu jener Nacht, in der er zusammen mit einer befreundeten Transfrau von einer Party kam und die beiden auf einer Straße von einer Gruppe betrunkener junger Männer brutal zusammengeschlagen wurden. Texas landete mit einem Gehirntrauma im Krankenhaus. Er zog wieder zurück nach San Francisco, arbeitete unter anderem als Fahrer und war den extremen Mietsteigerungen in der Stadt ausgeliefert. Texas hatte zunächst große Lust, in „Genderation“ dabei zu sein. Aber dann gab es Probleme, er war hin- und hergerissen und schwankend zwischen großer Nähe und Abgrenzung, zwischen Vertrauen und Misstrauen. An einem Tag war ich seine beste Freundin, am nächsten Tag erschien er nicht zu unserem Treffen. Aus seinem Freundeskreis erreichten mich Warnungen: Texas sei unberechenbar, aggressiv und unzuverlässig geworden. Zunehmend verlor ich den Zugang zu ihm, und als er irgendwann mehrere Tage nicht mehr erreichbar war, sah ich keine Möglichkeit mehr, dass er Teil des Films sein konnte. Ich hoffe, dass er nun bessere medizinische und psychologische Hilfe bekommt und sich wieder berappeln kann. Texas Geschichte erinnert uns auch daran, dass viele Transmenschen nach wie vor transphobischen Verbrechen zum Opfer fallen.

Donald Trump ist seit Januar nicht mehr im Amt. Eine der ersten Amtshandlung seines Nachfolgers Joe Biden war es, Trumps Trans-Verbot im US-Militär zu kippen. Wie groß ist die Hoffnung bei Dir und (soweit Du es weißt) bei den Gendernauten, dass sich die Rechte von Transmenschen in den USA nun wieder verbessern?

Zunächst ist auch bei mir und „meinen Gendernauten“ eine große Erleichterung eingetreten, dass nun eine vernünftigere und liberalere Regierung ins Amt gewählt wurde, die auch transphobe Gesetze, die unter Trump erlassen wurden, peu à peu zurücknehmen wird. Dennoch ist der große transphobe Teil der amerikanischen Bevölkerung natürlich nicht verschwunden. Sorgen bereitet uns allen der wachsende politische Einfluss der evangelikalen Gruppen, die auch weltweit gut vernetzt sind. Mike Pence, der ehemalige Vize-Präsident, ist ein rechtskonservativer Evangelikaler, der weiterhin eine führende Rolle in der republikanischen Partei spielen wird. Und was in den nächsten vier Jahren aus der Richtung kommend alles passieren wird, steht in den Sternen.

Mit Serien wie „Transparent“ oder „Pose“ und Filmen wie „The Danish Girl“, „Tangerine L.A.“ oder „Port Authority“ hat Transgeschlechtlichkeit in den vergangenen Jahren in der US-amerikanischen Populärkultur mehr Sichtbarkeit erfahren. Wie siehst Du diese Entwicklung?

They preach to the converted. Diese Filme und Serien sprechen zum liberalen Teil der amerikanischen Bevölkerung und werden auch nur von diesem konsumiert. Große Teile der Bevölkerung nehmen diese Werke nicht zur Kenntnis und kommen so auch nicht zu einem Verständnis von alternativen und vielfältigeren Lebensformen. Die US-Gesellschaft ist und bleibt wohl erstmal zweigeteilt und könnte sogar demnächst wieder eine, wenn auch knappe, rechtskonservative Mehrheit stellen.

Die Personen

Stafford, 58, wurde in Gridley geboren, einer Kleinstadt mit 6000 Einwohner*innen nördlich von Sacramento in Kalifornien. Der Vater war Lastwagenfahrer, die Familie hatte sechs Kinder. Nach dem Abitur ging Stafford zur Armee und machte dort eine Ausbildung als Fotograf*in. Nach einigen Jahren bemerkte Stafford, dass er/sie nicht in die Armee passte, und ging nach San Francisco. Dort brachte Stafford sich selbst Webdesign bei und arbeitete als Freelancer*in. Außerdem arbeitete Stafford als androgynes Model für Magazine und fotografierte auch selber. Ende der 1980er Jahre begann Stafford mit Testosteron zu experimentieren und lebte mit dem Transkünstler Jordy Jones in einer Wohngemeinschaft in einem großen Loft im South of Mission District. In den 1990er Jahren gründete Stafford mit Jordy und anderen Transmenschen den legendären „Club Confidential“ im Tenderloin Viertel von San Francisco, eine unregelmäßig stattfindende Veranstaltung, die für alle Queers offen war. Dort traten von 1994 bis 2001 Performer*innen und Musiker*innen aus den ganzen USA auf.
2005 konnte Stafford sich das Loft im Market District von San Francisco nicht mehr leisten und zog wie viele Künstler*innen und Freiberufler*innen nach Oakland in die preisgünstigere East Bay. Nachdem Stafford lange mit kleineren Dosen von Testosteron experimentiert hatte und sich im Zwischenbereich der Geschlechter wohlfühlte, entschied er sich schließlich, von der androgynen Identität in die männliche zu wechseln. 2012 gründete er in Oakland ein Transport-Unternehmen, das auf Kunstgegenstände und Requisiten für Theater und Film spezialisiert ist. Er lebt allein, ist aber gut vernetzt und politisch engagiert. Mittlerweile hat er sich eine zweite Existenz in der Wüste südöstlich von Los Angeles aufgebaut. Dort verbringt er seine freie Zeit und versucht mit Gleichgesinnten eine neue Community aufzubauen.

Max Wolf Valerio wurde 1957 als Anita Valerio in Heidelberg geboren. Der Vater arbeitete für die US-Armee und stammt aus einer mexikanischen Familie, die ihre Wurzeln in der Tradition sephardischer Juden aus Spanien hat. Die Mutter ist eine Schwarzfuß-Indianerin aus dem Kanai-Stamm in Kanada. Nach dem Abitur studierte Anita/Max zwei Jahre Literatur und Poesie an der Universität von Boulder, Colorado; ein weiteres Jahr war Anita/Max Schüler*in von Allen Ginsberg am Naropa Institut, ebenfalls in Boulder. Von 1986 bis 1987 studierte Anita/Max weiter in San Francisco. 1989 begann Max seine Transition. Weil er keinen Uni-Abschluss hatte, musste er Gelegenheitsjobs, vom Nachtwächter bis zum Telefon-Marketing-Verkäufer, annehmen. Während dieser Zeit schrieb und veröffentlichte er Gedichte und Texte und trat bei „poetry sessions“ auf. Seine mehrfach ausgezeichnete Biografie „The Testosterone Files“ erschien 2006 bei Seal Press in Berkeley. In dem umfangreichen Buch schildert er detailliert und humorvoll seinen Entwicklungsprozess von einer lesbischen Frau zu einem heterosexuellen Mann. Seitdem ist Max weiter als Schriftsteller und Performer tätig. Für seine poetischen Werke erhielt er zahlreiche Stipendien und Preise.
Trotz vieler Textveröffentlichungen und Auftritten bei Konferenzen und „poetry-readings“ lebt er weiter einen prekären Lebensstil und musste aus seinem geliebten San Francisco wegziehen, weil die Mieten zu teuer geworden sind. Zunächst wohnte er bei seinen Eltern in Centennial, einem Vorort von Denver, Colorado. Mittlerweile ist er in der Lage, sich eine Wohnung in Boulder zu leisten und versucht, seinen Studienabschluss an der dortigen Universität nachzuholen. Max identifiziert sich als heterosexueller Mann und ist allergisch gegen Gruppen, vor allem gegen Transgruppen. Sein Credo ist: „Freiheit beginnt mit der Freisetzung des einzelnen Individuums, nicht mit der Stärkung des Kollektivs. Das Kollektiv hat die Tendenz, in konformem Denken zu erstarren.“ Max liebt es, linke und sozial engagierte „Gutmenschen“ zu provozieren. Er engagiert sich für Frauenrechte und gegen Rassismus, ist aber dennoch seit 2010 Mitglied der Republikanischen Partei.

Susan Stryker wurde 1961 in Lawton geboren, einer Provinzstadt im Bundesstaat Oklahoma. Sie ist Historikerin, Filmemacherin und Transaktivistin. Ihren Bachelor in amerikanischer Geschichte machte sie an der Uni von Oklahoma, 1992 promovierte sie an der Universität von Berkeley in Kalifornien. Im selben Jahr begründete sie die Aktivist*innengruppe „Transgender Nation“ mit und begann, sich selbst als Transfrau zu identifizieren. 1998 bekam sie ein Post-doc-Stipendium an der Stanford Universität, um über die Geschichte der Transsexualität zu forschen. Seit 2011 ist sie Professorin für Gender Studies in Tucson an der Uni von Arizona und leitet dort das Institut für LGBTQI-Studien. Ihre Initiative führte zum weltweit ersten Masterprogramm in Transgender Studies. Seit 2014 gibt sie das „TSQ: Transgender Studies Quarterly“ heraus, die erste sozialwissenschaftliche Fachzeitschrift innerhalb der Transgender Studies. Susan gilt international als eine der führenden Wissenschaftler*innen in diesem Bereich. Ihr vielleicht wichtigstes Buch „Transgender History“ wurde 2017 aktualisiert und neu aufgelegt.
Während des Drehs zu „Gendernauts“ lebte sie zusammen mit ihrer damaligen Partnerin und deren Kindern in Oakland und verdiente ihren Lebensunterhalt mit kleineren Lehraufträgen und als freie Autorin. Ihre offene Transsexualität hatte ihrer akademischen Karriere geschadet, sie erlebte Diskriminierung und Verachtung für Transfrauen. Mittlerweile ist Susan in einer privilegierten Position: Sie übernimmt Gastprofessuren, zuletzt an der Yale Universität, und widmet sich vorrangig dem Schreiben. Neben ihrem Engagement für Transrechte engagierte sie sich u.a. in der „Resist-Bewegung“ gegen die rassistische Einwanderungspolitik der Trump-Administration. Sie sieht ihren Aktivismus für die Verbesserung des Lebens von Transmenschen in direkter Verbindung mit dem Kampf aller unterdrückten Minoritäten für soziale Veränderungen. Ihre Utopie ist ein Transfeminismus, der vor allem die ethnischen Minderheiten einbezieht. Seit über 20 Jahren teilt sie ihr Leben mit ihrer Partnerin Mimi. Ihr Lebensmittelpunkt ist in ihrem gemeinsamen Haus im Mission District von San Francisco, das Mimi vor über 40 Jahren preiswert erstehen konnte.

Annie Sprinkle wurde 1954 als Ellen Steinberg in Philadelphia als Tochter einer russisch-jüdischen Mutter und eines polnisch-jüdischen Vaters geboren und wuchs unter anderem in Los Angeles und Panama auf. Mit 19 Jahren lernte Annie den Filmemacher Gerard Damiano kennen, Regisseur des erfolgreichen Pornos „Deep Throat“ (1972), und zog mit ihm nach New York. Dort arbeitete sie als Callgirl und trat in mehr als 200 Soft- und Hardcore-Pornofilmen als Darstellerin auf. In den 1980er Jahren begann sie, als Filmemacherin selbst Pornos zu drehen und sich zudem als Performancekünstlerin einen Namen zu machen. Sie studierte Fotografie an der School of Visual Arts in New York und machte ihren Bachelor 1986. 1991 zog sie von New York auf ein Hausboot in Sausalito nördlich von San Francisco. Ihre akademische Ausbildung krönte sie 1992 mit der Promotion am „Institute for Advanced Study of Human Sexuality“ in San Francisco. Ihre Filme und Auftritte wurden zunehmend politischer und feministischer, waren dabei immer sex-positiv, humorvoll und selbstironisch. Sie engagiert sich bis heute für die Rechte von Sexarbeiter*innen und erweiterte ihr Spektrum um die Themen Spiritualität und Sexualerziehung. Zuletzt ist vor allem die feministische Ökologie dazugekommen. Ihre Publikationen, Workshops und Filme wurden weltweit auf Festivals, in Universitäten und Museen veröffentlicht. 2007 heiratete Annie ihre Partnerin, die Kunstprofessorin Beth Stephens, und lebt mit ihr und dem Labrador-Rüden Butch in einem viktorianischen Haus in San Francisco. Seit 2010 touren Annie und Beth mit ihrem Multimediaprojekt zum Thema „Ökosexualität“ durch die westliche Welt. Auf der 14. Documenta in Kassel performten Annie und Beth ihre sehr beliebte „Ecosexual Walking Tour“, eine großartige politische Kunstaktion, die über sieben Stationen vom Fridericianum bis in die Karlsaue führte. Als eine Art Übermutter der Außenseiter*innen, die besonders von Transmenschen geliebt und verehrt wird, hat Annie selbst viele Verwandlungen durchgemacht. Monika Treut porträtierte sie bereits in dem Kurzfilm „Annie“ (1989); zwei Jahre später war Annie auch in Treuts Spielfilm „My Father Is Coming“ zu sehen.

Beth Stephens wurde 1960 in Montgomery, West Virginia, geboren und wuchs in Appalachia auf, dem „Kohlenpott der USA“. Beth studierte Fine Arts an der Tufts Universität, der Museum School und der Rutgers University. Sie promovierte an der Universität von Davis in Kalifornien in „Performance Studies“. Seit 1993 ist Beth Stephens Professorin für Kunst in Santa Cruz, Kalifornien. Neben ihrer Lehrtätigkeit macht Beth Filme und Kunstprojekte. 2002 lernte sie Annie Sprinkle kennen. Seitdem arbeiten die beiden künstlerisch zusammen und sind dabei überaus produktiv. Eins ihrer Ziele ist es, die Ökologiebewegung auch für Queers, Transmenschen, Freaks und Sexarbeiter*innen zu öffnen und mit mehr Spaß und Erotik zu verbinden. Beths Film „Goodbye Gauley Mountain: An Ecosexual Love Story“ (2013) entstand in Co-Regie mit Annie und aus ihrer intimen Kenntnis des aggressiven Bergbaus in West Virginia heraus, der das Wasser der umliegenden Gemeinden verseucht. Mit Annie schrieb sie zudem das „Manifest der Ökosexualität“. Ihr Film, den sie in Co-Regie mit Annie Sprinkle produzierte, „Water Makes Us Wet“, wurde 2017 auf der Documenta in Kassel uraufgeführt.

Sandy Stone wurde 1936 in Jersey City, New Jersey, geboren. Nach der Highschool arbeitete Sandy mehrere Jahre für die Bell-Telefongesellschaft in New York und bildete sich selbst als Tontechnikerin aus. Zu dieser Zeit lebte sie noch als Mann und trat meist im langen schwarzen Mantel und mit Vollbart auf. Von 1962 bis 65 studierte Sandy am St. Johns College in Annapolis, Maryland, und schloss mit einem Bachelor of Arts ab. Sandy begann in diversen Tonstudios zu arbeiten und mischte unter anderem für Jimi Hendrix. 1974 zog sie sich von der Tonarbeit zurück und ging nach Santa Cruz, Kalifornien. Dort unterzog sie sich einer damals sogenannten „geschlechtsangleichenden Operation“ – als eine der ersten Menschen in den USA überhaupt. Danach arbeitete sie als Tonmeisterin in lesbisch-feministischen Kreisen, wie dem Olivia Records Kollektiv, einem damals populären Frauen-Musiklabel. Nach einiger Zeit musste sie sich wegen extrem aggressiver Anfeindungen einiger separatistischer feministischer Frauen aus dem Kollektiv zurückziehen. In den frühen 1980er Jahren baute Stone einen kleinen Computer, brachte sich selbst das Programmieren bei und wurde als freischaffende Programmiererin zur Computer-Expertin. Von 1990 bis 2010 war Sandy an verschiedenen Universitäten als Dozentin tätig, u.a. in Austin und Santa Cruz. 1994 lernte sie den Programmierer Cynbe ru Taren (Jeffrey Prothero) kennen, der als Erschaffer virtueller Welten bekannt wurde. 1995 heirateten die beiden. Neben ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit veröffentlichte Sandy viele Aufsätze und Bücher. Ihr Essay „The Empire Strikes Back: A Posttranssexual Manifesto“ (1995) gilt bis heute als der grundlegende Text der Transgender Studies. Heute tourt Sandy immer noch durch die Welt und ist eine gern gesehene Referentin bei Konferenzen und anderen Veranstaltungen. Sandys Tocher Tani Stone Thole lebt wie sie heute in der Nähe von Santa Cruz, wo Sandy sozusagen als Matriarchin ihre Patchwork-Familie vereint hat.

Biografien

Seit über 35 Jahren prägt die lesbische Regisseurin, Autorin und Produzentin MONIKA TREUT mit ihren lustvoll-subversiven Spiel- und Dokumentarfilmen das queere Kino in Deutschland und der ganzen Welt. Geboren am 6. April 1954 in Mönchengladbach, studierte sie in Marburg Germanistik und Politik (Staatsexamen 1978) und promovierte 1984 mit der Dissertation „Die grausame Frau. Zum Frauenbild bei de Sade und Sacher Masoch“. Im selben Jahr gründete sie mit Elfi Mikesch die Hyäne Filmproduktion in Hamburg. Es folgte eine Theaterregie-Assistenz bei Werner Schroeter am Düsseldorfer Schauspielhaus. Als zentrale Figur der freien deutschen Filmszene ging sie Ende der 80er in die USA und gab mit ihrem konventionskritischen Ansatz und ihrer progressiven Perspektive auf lesbisch-schwule Sexualität dem gerade entstehenden New Queer Cinema entscheidende Impulse.

Zu ihrem Werk gehören das sadomasochistische und von der damaligen Presse leidenschaftlich angefeindete Liebesdrama „Verführung: Die grausame Frau“ (1985), das abenteuerliche Sex-Melodram „Die Jungfrauenmaschine“ (1988), die in New York gedrehte Familienkomödie „My Father Is Coming“ (1991), der in San Francisco entstandene und vielfach preisgekrönte trans*futuristische Dokumentarfilm „Gendernauts“ (1999) und das lesbische Coming-of-Age-Drama „Von Mädchen und Pferden“ (2014). Ihre Spiel- und Dokumentarfilme erhielten Preise in Deutschland, Italien, Brasilien, England, den USA und Griechenland. Retrospektiven fanden bisher in Ankara, Bern, Lyon, New York City, Seoul, Hamburg, Bogota, Buenos Aires, Tel Aviv, Cambridge, Bologna, Los Angeles, Toronto, Mexiko City, Lissabon, Thessaloniki, Athen, Sao Paolo, Helsinki, Taipeh, Warschau, Prag und Rio de Janeiro statt. 2017 wurde Treut für ihr Lebenswerk mit dem Special Teddy der Berlinale ausgezeichnet. Zwischen den Filmprojekten unterrichtet sie an Universitäten in Kalifornien und New York und schreibt Beiträge für Bücher und Zeitschriften. Seit 2018 vertritt sie die Professur für Medien an der Universität Hildesheim.

Elfi Mikesch (Kamera), 1940 in Judenburg (Österreich) geboren, lebt seit 1964 in Berlin. Seit 1976 Dokumentar- und Spielfilme als Regisseurin und Kamerafrau, zudem Arbeit als Fotografin. Bildgestaltung für Monika Treut, Werner Schroeter, Rosa von Praunheim. Sie bekam Auszeichnungen für Regie und Bildgestaltung. Lehraufträge an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Universität der Künste in Berlin und Hamburg. Ihr Werk wurde in mehreren Retrospektiven präsentiert, das analoge Werk wurde durch die Deutsche Kinemathek restauriert. Seit 1991 ist Elfi Mikesch Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Für ihre künstlerische Lebensleistung erhielt sie 2014 den Spezialpreis des Teddy Awards. 2018 fand in der Akademie der Künste die Ausstellung „Abfallprodukte der Liebe“ über ihr Leben und Werk und das ihrer künstlerischen Wegbegleiter Rosa von Praunheim und Werner Schroeter statt.

Auszeichnungen (Auswahl)
  • 1978 Filmband in Silber für „Ich denke oft an Hawaii“
  • 1980 Filmband in Silber für „Execution: A Story of Mary“
  • 1992 Deutscher Kamerapreis für „Malina“ (Regie: Werner Schroeter)
  • 1997 3sat Dokumentarfilmpreis
  • 2006 Deutscher Kamerapreis: Ehrenkamera
  • 2010 Friedrich-Wilhelm-Murnau-Filmpreis
  • 2014 Spezialpreis des Teddy Awards für ihre künstlerische Lebensleistung

Angela Christlieb (Schnitt) studierte von 1989 bis 1996 an der Hochschule der Künste Berlin Medienkunst bei Valie Export sowie Experimentalfilm bei Heinz Emigholz und Elfi Mikesch. 2002 erschien ihr Dokumentarfilm „Cinemania“ (Co-Regie mit Stephen Kijak), über Menschen in New York, deren Leben ganz dem Thema Film gewidmet ist. Seit 2002 arbeitet Christlieb als freie Kamerafrau und als Filmeditorin, sowohl bei eigenen Regiearbeiten als auch bei anderen Produktionen. 2003 war sie bei Andrew Horns „The Nomi Song“ und 2004 bei Monika Treuts „Den Tigerfrauen wachsen Flügel“ für den Schnitt verantwortlich. 2006 erstellte sie bei Christoph Schlingensiefs „African Twintowers“ den ersten Rohschnitt. 2013 wurde sie für ihren Dokumentarfilm „Naked Opera“ mit dem Heiner-Carow-Preis im Rahmen der Berlinale ausgezeichnet. 2016 folgte der Dokumentarfilm „Whatever Happened to Gelitin“. 2019 erschienen ihr Dokumentarfilm „Under the Underground“ und der Kurzfilm „Superunknown“.

Mona Mur (Musik), geboren in Hamburg, ist Sängerin, Songschreiberin, Produzentin und Sounddesignerin. Während der Punkexplosion der frühen 80er lernte sie in Hamburg FM Einheit, Alex Hacke und Marc Chung von den „Einstürzenden Neubauten“ kennen. Als Mona Mur & Die Mieter produzieren sie die Single „Jeszcze Polska“. 1984 gründet sie eine neue Mona-Mur-Band. Ihre manisch-intensiven Konzerte in Gitarren-Gewittern und morbidem Slowbeat-Chic sowie die brachialen Brecht/Weill-Interpretationen begründen in den 80ern Murs Kultstatus. Songs wie „Snake“, „Eintagsfliegen“ oder „120 Tage“ entstehen. Murs Sound änderte sich in Richtung Synth Pop. 1989 erscheint ihr erstes Album, „Mona Mur“. Monika Treut verwendet mehrere Tracks des Albums für ihren Film „Die Jungfrauenmaschine“. 1989 entsteht auf Vermittlung von Dieter Meier zusammen mit dem polnischen Rockstar und Nationalpoeten Grzegorz Ciechowski sowie dem Warschauer Philharmonischen Orchester das Konzept-Album „Warsaw“, das erst 26 Jahren später erscheinen soll. Mona Mur beginnt, elektronische Instrumentaltracks zu produzieren. Sie reist mehrmals nach Indien und erlernt die Kampfkunst Taekwondo. 1999 wird sie als Audio Artist der Babelsberger Software-Entwickler Terratools Designerin fremdartig-versponnener bis brachial unheimlicher elektronischer Musik und Soundeffekte für Computerspiele. Fatih Akin verwendet drei ihrer Stücke im Soundtrack seines vielfach ausgezeichneten Films „Gegen die Wand“ (2004). Mit En Esch veröffentlicht Mur zwei Alben und tourt in den USA, Kanada und Europa. 2015 veröffentlichen Mur & Esch zusammen mit FM Einheit ein Vinylalbum, „Terre Haute“. 2019 erscheint ihr Solo-Album „Deliquent“. Zusammen mit FM Einheit, En Esch und der Sopranistin Simone Kermes bringt Mur im Muffatwerk München ihr Stück „Henker und Jäger – Über den Hass als kollektive Besessenheit“ zur Aufführung. 2021 ein neuer Film von von Oliver Kyr sowie das Computergame „Fermi Paradox“ mit Musik und Sounds von Mona Mur. Und „Genderation“, dessen Soundtrack zu weiten Teilen von Mur stammt.
„Venus 2000“ ist der eigens für „Genderation“ produzierte Credits-Song von der im Juli 2021 erscheinenden LP „Mona Mur“. Die Single kann auf zahlreichen Plattformen gestreamt werden.

Credits

Crew

Buch, Regie & Produktion

Monika Treut

Kamera

Elfi Mikesch

Zweite Kamera

Robert Falckenberg

Zusätzliche Kamera

Nola Anwar, Monika Treut

Ton

Robert Falckenberg, Sophie Blomen, Jes Gallegos

Schnitt

Angela Christlieb, Margot Neubert-Maric

Musik

Mona Mur

Redaktion

Nicole Baum

eine Produktion von Hyena Films
in Co-Produktion mit ZDF/3sat
mit freundlicher Unterstützung durch Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen