ein Film von Tomer Heymann
IL/DE 2018, 106 Minuten, englisch-hebräische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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SA, 31.8.  l  21.00 Uhr  l  City Kinos

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Ein tiefer Einblick in die Welt schwuler Pornos und Escorts – und ein aufrichtiges Porträt eines getriebenen jungen Mannes.

Unter dem Künstlernamen Jonathan Agassi ist Yonatan aus Tel Aviv der Star Dutzender schwuler Hardcore-Pornos und hat Fans auf der ganzen Welt. Zwischen den Drehs tritt er in seinem neuen Zuhause Berlin in Live-Sex-Shows auf und arbeitet als Escort.

Der israelische Regisseur Tomer Heymann hat ihn über einen Zeitraum von acht Jahren mit der Kamera begleitet, auf Pornosets, zu Familientreffen und zum Hustler Ball.

Diesen Film zeigen wir in Kooperation mit dem Pornfilmfestival Berlin. Als Vorfilm servieren wir „Pizza Roles“ von Danny Tayara & Ari Chivukula (US 2017, 5 Minuten, englische Originalfassung).

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Tomer Heymann wurde 1970 in Tel Aviv geboren. Er dreht seit 1997 eigene Filme und gilt als einer der wichtigsten Dokumentarfilm-Regisseure Israels. Zu seinen bekanntesten Filmen gehört „Paper Dolls“ über eine Gruppe Trans-Sexworker*innen aus den Philippinen, die sich in einem israelischen Altenpflegeheim um jüdisch-orthodoxe Bewohner*innen kümmern. Heymann wurde dafür bei der Berlinale 2006 mit gleich drei Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Manfred-Salzgeber-Preis und dem Panorama-Publikumspreis. Heymann ist zudem der Regisseur von „Mr. Gaga“ (2015), einen Porträtfilm über den israelischen Tänzer und Choreografen Ohad Naharin, und von „Wer wird mich jetzt noch lieben?“ (2016, zusammen mit seinem Bruder Barak Heymann) über einen schwulen Israeli, der nach 17 Jahren in Lonon in sein Heimatland zurückkehrt. Neben seiner Arbeit als Regisseur unterrichtet Heymann an mehreren israelischen Filmschulen.

Filmografie (Auswahl):
2001      „It Kinda Scares Me“ (Dok.)
2006      „Paper Dolls“ (Dok.)
2009      „The Way Home“ (Dok.)
2010      „I Shot My Love“ (Dok.)
2015      „Mr. Gaga“ (Dok.)
2016      „Wer wird mich jetzt noch lieben?“ (Dok., Co-Regie)
2018      „Jonathan Agassi Saved My Life“ (Dok.)

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Regie & Buch: Tomer Heymann
Kamera: Addie Reiss
Schnitt: Alex Khosid, Tal Rabiner
Produzenten: Barak Heymann, Tomer Heymann
Produktion: Heymann Brothers Films