Ein Film von Stéphane Riethauser
CH 2019, 94 Minuten, deutsche Fassung, teilweise mit deutschen Untertiteln

.

FR, 30.8.  l  19.00 Uhr  l  City Kinos

.

Regisseur Stéphane Riethauser erinnert sich an seine Jugend und seine flamboyante Großmutter.

Scheidung in den 1920ern, erfolgreiche Geschäftsfrau in den 1930ern. Caroline hat sich immer über Grenzen hinweggesetzt, die die patriarchale Gesellschaft für sie vorgesehen hatte. In den 1980ern führt ihr Enkelsohn Stéphane einen ähnlichen Kampf: Als schwuler Junge in einer großbürgerlichen Schweizer Familie sucht er der Rolle des angepassten, maskulinen Heteros zu entkommen.

Stéphane Riethauser („Prora“) begann schon als 13-Jähriger, sich und seine Umgebung mit einer Video-Kamera aufzunehmen. Aus seinem umfangreichen biografischen Bildarchiv hat er ein berührendes Doppelporträt gewonnen, das konservative Vorstellungen über Geschlechterverhältnisse und Sexualität in Frage stellt.

Stéphane Riethauser wird als Gast erwartet.

.

Stéphane Riethauser, geboren 1972 in Genf, studierte zunächst Jura in seiner Heimatstadt und machte darin 1995 seinen Abschluss. Im Laufe der Jahre arbeitete er als Lehrer, Schwulenaktivist, Fotograf, Journalist, Übersetzer und Regieassistent. Er ist Autor des Buchs, “A visage découvert” (2000), ein Fotoband über das Coming-out. Zwischen 2003 und 2008 arbeitete er als Redakteur und Regisseur für den Schweizer Radio und Fernsehen (RTS). 2007 gründete er seine eigene Produktionsfirma Lamda Prod. und begann als unabhängiger Filmemacher zu arbeiten. Riethauser lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl):
2005      „Ein Wald der Skulpturen: Simon Spierer“ (Dok.)
2007      „Die verlangsamte Zeit – Auf den Spuren von Marius Borgeaud“ (Dok.)
2012      „Prora“ (KF)
2016      „Garten der Sterne“ (Dok.)
2019      „Madame“ (Dok.)

.

Buch & Regie: Stéphane Riethauser
Kamera: Stéphane Riethauser, Luc Riethauser, Marcus Winterbauer
Schnitt: Natali Barrey
Produzent: Stéphane Riethauser
Produktion: Stéphane Riethauser/Lambda Prod