ein Film von Jasco Viefhues
DE 2019, 82 Minuten, deutsche Originalfassung

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SO, 1.9.  l  16.00 Uhr  l  Delphi Arthaus Kino

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Jürgen Baldiga: „Ich mache ein Foto. Ich fotografiere die Welt. Ich existiere.“

Anfang der 1990er Jahre hat die Aids-Epidemie ihren Höhepunkt erreicht, auf den niemand vorbereitet war. Auch der Berliner Fotograf und Künstler Jürgen Baldiga kämpft gegen das HI-Virus. Ganze Freundeskreise verschwinden, und mit den Menschen gehen oftmals auch ihre Geschichten verloren. Den Tod der Freunde und den eigenen vor Augen, wird Baldiga zum Chronisten seiner Zeit, der überlebenswichtige Sichtbarkeit schafft.

Ein Vierteljahrhundert nach Baldigas Tod hat sich Regisseur Jasco Viefhues mit Weggefährt*innen des Künstlers getroffen und fügt die Gespräche mit einer Fülle von Fotos und teilweise noch nie gesehenem Archivmaterial zusammen. Das Porträt eines eigensinnigen Künstlers – und ein bedeutendes Stück West-Berliner Geschichte.

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Jasco Viefhues, geboren 1980 in Offenbach, hospitierte nach seinem Abitur am Schauspielhaus Hamburg. Seit 2001 ist er in den Bereichen Neue Medien, Design und Film tätig. Von 2005 bis 2007 war er Studienstipendiat der Rosa-Luxemburg Stiftung. Ab 2005 studierte er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), 2017 schloss er das Studium ab. Mit seinem Kurzfilm „Kafarnaum“ war er 2010 für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Sein Kurz-Dokumentarfilm „Internal Body Shots“ wurde 2014 auf der Berlinale gezeigt. „Rettet das Feuer“ ist sein erster abendfüllender Dokumentarfilm.

Fimografie (Auswahl):
2009      „Kafarnaum“ (KF)
2012      „Jans Body“ (KF)
2014      „Internal Body Shots“ (K-Dok.)
2019      „Rettet das Feuer“ (Dok)

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Regie & Buch: Jasco Viefhues
Kamera: Hendrik Reichel
Schnitt: Reinaldo P. Almeida
Produzent: Jasco Viefhues
Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin