Kino

Minjan

ein Film von Eric Steel

US 2020, 118 Minuten, englische OF mit deutschen UT

Minjan

ein Film von Eric Steel

Brooklyn 1986: Ein jüdischer Teenager findet zu sich selbst

David stammt aus einer russischen Einwandererfamilie und nimmt als guter Sohn regelmäßig an den Gottesdiensten seiner jüdischen Gemeinde teil, um das Quorum zu erreichen. Doch als Junge, der auf andere Jungs steht, fühlt er sich von den strengen Regeln seiner Community mehr und mehr eingeengt. Ausgerechnet die Nachbarn seines Großvaters, ein älteres schwules Paar, lassen ihn die Möglichkeiten von homosexueller Liebe erahnen – aber auch die plötzliche Vergänglichkeit allen Lebens. David beginnt, sein Begehren in den Bars und Clubs des East Village zu erkunden.

In seinem vielschichtigen Regiedebüt erzählt Eric Steel von einem sexuellen Erwachen, vom Bruch mit tradierten Werten und einem Glaubenskonflikt inmitten eines noch nicht gentrifizierten New Yorks, das gleichwohl bereits unter dem verheerenden Eindruck von HIV/Aids steht.

Galerie

Biografien

ERIC STEEL (Buch & Regie & Produktion), Jahrgang 1964, studierte Kunstgeschichte in Yale und arbeitete als Verleger bei Simon & Schuster und Harper Collins. Als Autor schrieb er u.a. für das New York Times Magazine. Seine Filmkarriere begann er bei Walt Disney Pictures in Kalifornien im Jahr 1985. Später arbeitete er für Cinecom in New York. Bei Scott Rudin Productions entwickelte er u.a. Martin Scorseses „Bringing Out the Dead“ (1999) und Alan Parkers „Die Asche meine Mutter“ (1999). Zudem entwickelte und produzierte er Nora Ephrons „Julie & Julia“ (2009). Steel führte Regie bei zwei von der Kritik hochgelobten Dokumentarfilmen: „The Bridge“ (2006) über die Suizide auf der Golden Gate Bridge in San Francisco und „Kiss the Water“ (2013). „Minjan“ ist Steels Spielfilmdebüt. Er lebt in New York.

Filmografie (als Regisseur):
  • 2006

    „The Bridge“ (Dok.)

  • 2013

    „Kiss the Water“ (Dok.)

  • 2020

    „Minjan“

SAMUEL H. LEVINE (David), Jahrgang 1996, ist Absolvent der renommierten LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts in New York. Seine erste Filmrolle spielte er in „Empörung“ (2016) von James Schamus und war danach in den Hauptrollen in mehreren weiteren Independent-Filmen zu sehen, u.a. in „The Transfiguration“ (2016), „Yinz“ (2018) und „Alia’s Birth“ (2020). Im Theater glänzte Levine in Matthew Lopez‘ „The Inheritance“ in der Doppelrolle des aufstrebenden Schauspielers Adam und des Strichers Leo. Das Stück wurde zunächst im Londoner Young Vic und im Noel Coward Theatre gezeigt. Später spielte Levine es auch auf dem Broadway. Aktuell lebt er in Brooklyn.

Credits

Cast

David

Samuel H. Levine

Josef

Ron Rifkin

Herschel

Christopher McCann

Itzik

Mark Margolis

Zalman

Richard Topol

Rachel

Brooke Bloom

Bruno

Alex Hurt

Crew

Regie

Eric Steel

Buch

Eric Steel, Daniel Pearle

Produzenten

Luca Borghese, Ben Howe, Eric Steel, Luigi Caiola

Kamera

Ole Bratt Birkeland

Schnitt

Ray Hubley

Musik

David Krakauer, Kathleen Tagg

Produktionsdesign

Lucio Seixas

eine Produktion von Easy Tiger There und AgX
in Zusammenarbeit mit Caiola Productions